Hoch über Sachsen – einen Tag Fliegeralltag schnuppern

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Es war Samstagmorgen und ein ganz besonderer Tag stand für mich an. Normalerweise klingelt am Wochenende der Wecker recht früh, um mich munter zu machen für einen Ausflug in die Bergwelt der Sächsischen Schweiz. Heute war das etwas anders. Es stand ein ganzer Tag als Begleiter in einem Ultraleichtflugzeug an. Was brauche ich eigentlich alles für den Flug? Meine Kamera – ist klar… Ein zusätzliches Objektiv, die Speicherkarten, den Akku – ist er geladen? – Filter…ich könnte Filter einpacken, falls sich das Wetter von seiner schönen Seite zeigt
Die Technik war schnell geklärt und soweit vorbereitet. Aber was ist mit Kleidung und Verpflegung? Von einem Flug in 2015 wusste ich, es kann auch etwas zugig im Cockpit werden, weil durch die Fensteröffnung zum Fotografieren ständig Luft einströmt. Also ein Pullover eingeplant und für die Wartezeiten auch noch eine Jacke. Man kann ja nie wissen. Viel Platz ist nicht, um etwas mitzunehmen. Vor allem deshalb nicht, weil ich selbst schon ganz schön was auf die Waage bringe. Und das Startgewicht des kleinen Flugzeuges ist nun mal begrenzt. Aber wenigstens eine Flasche zu Trinken nahm ich noch mit auf meine Packliste.

Nach einem guten Frühstück und der Kontrolle, dass ich auch nur nichts vergessen habe, machte ich mich auf den Weg, um den Pilot, Eberhard Mittag, abzuholen. Am Treffpunkt luden wir noch Treibstoff und die notwendigen Dinge zur Dokumentation für den Flug sowie ein paar Pflegemittel ein. Danach ging es auf direktem Wege zum Flugplatz nach Großenhain. Der Verkehr an diesem Morgen war übersichtlich, sodass wir schnell am Ziel waren. Vorbei an einigen Ausstellungsstücken aus der Zeit der militärischen Nutzung des Flugplatzes fuhren wir zum Shelter, in dem das Luftfahrzeug abgestellt ist. Das Rolltor wurde aufgeschoben und dahinter kamen ein paar Maschinen zum Vorschein. Es war zu nächst Rangieren angesagt. Flieger raus, zur Seite rollen, richtigen Flieger so platzieren, dass man die anderen wieder rein kriegt, alle anderen wieder zurück rollen in den Shelter, fertig. 🙂

Nun gab es zunächst noch die Vorbereitungen für den Flug zu erledigen. Auftanken, Technik prüfen, Motor zum Start vorbereiten, prüfen, ob alles an Bord ist, was über den Tag benötigt wird. Zusätzlich mussten wir an diesem Tag noch einen kleinen Transport übernehmen. Es galt also, noch ein paar Rohre und Platten in den kleinen Rumpf der Maschine zu verladen. Alles musste gut gesichert werden, damit es sich beim Flug nicht bewegen kann und ggf. die Steuerung blockiert. Als alles erledigt war, konnte es endlich losgehen. Ich faltete meinen groß gewachsenen Körper in das Cockpit, stellte mir die Gurte ein und schaute noch einmal, ob ich auch alles dabei habe. Eberhard nahm auf seinem Stuhl Platz, startete den Motor zum Warmlaufen und meldete sich bei der Flugplatzkontrolle zum bevorstehenden Start an. Trotzdem ich ja bereits wusste, was mich erwartet, stieg in mir die Aufregung etwas, denn Alltag ist das Fliegen für mich nicht. Wir rollten zur Startbahn und nahmen die Startposition ein. Eine letzte Anfrage über Funk zur Startfreigabe „Mike Oskar Whiskey, Kilo – bereit zum Start auf Bahn 29. Die Freigabe wurde uns direkt erteilt und schon konnte es losgehen

Das kleine Luftfahrzeug wirkt auf der großen Startbahn des Flugplatzes geradezu winzig. Der Motor dreht hoch und die Luftschraube zieht kräftig das Flugzeug nach vorne. Es dauert nicht lange und schon verliert die Maschine die Bodenhaftung. Mit einem gleichmäßigen Steigflug und einer Rechtskurve auf 180 Grad zur Startbahn verabschiedet sich der Pilot beim Flugplatz und verlässt die Funkfrequenz.

 

wir verlassen den Flugplatz Großenhain

Trotz Sonnenscheins zeigt sich das Wetter am Boden sehr trüb. Als wir Kurs in Richtung Dresden nehmen, wird mir schnell klar, dass heute wohl keine atemberaubenden Aufnahmen gelingen werden. Etwas enttäuscht bin ich darüber schon. Schnell stellt sich aber die Erkenntnis bei mir ein, dass somit viel mehr Zeit bleibt, den eigentlichen Flug zu genießen. Auf den Kopfhörern herrscht nun reges Treiben. Ein Flugzeug nach dem anderen startet an dem ein oder anderen Flugplatz oder meldet sich in der jeweiligen Kontrollzone unter Angabe der Kennung, der geplanten Überflugroute sowie dem Ein- und Austrittspunkt an.  Genauso müssen wir es nun für die Kontrollzone des Dresdner Flughafens tun, in die wir schon nach kurzer Zeit einfliegen, nachdem wir Schloss Moritzburg rechts liegen gelassen haben.

Schloss Moritzburg, umgeben von Wald und Wasser

In sicherer Höhe queren wir den Flughafen Dresden. Mit seinem Rollfeld und der Startbahn liegt er markant unter uns in der Landschaft. In der Kontrollzone des Flughafens wird natürlich auch mehr auf englisch im Funkverkehr gesprochen. Einige Flieger melden sich trotz des trüben Wetters für eine Runde über der Stadt an. Wir verfolgen weiterhin unser nächstes Ziel direkt. Die Dresdner Heide liegt unter uns, wie ein grüner Lungenflügel, der die Stadt mit Sauerstoff versorgt. Überhaupt ist es ganz erstaunlich, was unsere Stadt so an Grünflächen und Wäldern zu bieten hat. Erst aus der Luft kann man sich davon ein eindrückliches Bild machen. Auf dem Weg zum Flugplatz Pirna steht nun direkt vor uns – elegant wie immer – unser Fernsehturm.

Er steht im Mittelpunkt der Arbeit des Fernsehturm Dresden e.V., in dem wir gemeinsam dafür eintreten, den Fernsehturm wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eberhard als einer der führenden Köpfe des Vereins nun bereits seit über 10 Jahren. Ich für meinen Teil bin noch nicht so lange dabei, bringe es aber mittlerweile auch schon auf mehr beinahe 3 Jahre.

Der Verlauf der Elbe ist sehr schön zu sehen. Wir überfliegen den weißen Hirsch mit seinen Villen und üppigen Grundstücken. Rechts unten verschwindet schon wieder das Blaue Wunder aus unserem Sichtfeld. Nur der Dunst will an diesem Morgen nicht so recht weichen. Fest sitzt er wie eine Käseglocke über der Stadt.

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Eberhard meldet sich nun schon am Flugplatz Pirna für die erste Landung an diesem Tag an. Die Flugplatzkontrolle merkt den Segelflugverkehr an, der zu beachten sei und weist uns die Landebahn zu. Nach wenigen Minuten passieren wir nun über Graupe fliegend längs den Flugplatz Pirna. Wir drehen eine weite Rechtskurve und verlieren dabei gleichmäßig an Höhe. Der Motor hat nun nicht mehr viel zu tun. Beinahe fühlt es sich so an, als segelte der kleine Flieger von ganz allein in der Luft. Die Landebahn und mit ihr der Boden kommt immer näher. Ganz souverän steuert Eberhard das Flugzeug sicher der Landung entgegen. Nur noch wenige Höhenmeter trennen uns von der Erde, dann ein sanfter Aufsetzer und wir rollen auf der Graspiste aus. Nach rechts verlassen wir die Startbahn, um dann parallel dazu zurück zu rollen. Dabei darf der Propeller jetzt wieder etwas ziehen. Am Anfang der Piste warten bereits drei nette Herrschaften im reiferen Alter, von denen sich für heute Zwei zu einem Gästeflug angemeldet haben. Einer von ihnen ist ein Geburtstagskind und so werden wir freundlich mit einem winkenden Blumenstrauß begrüßt. Für mich heißt es nun erst einmal Platz machen. Ich steige also mit meiner Kamera und sonstigen Dingen aus. Eberhard begrüßt seine Passagiere und klärt mit ihnen den Ablauf. Zeit für mich, eine Aufnahme vom Flugzeug zu machen.

 

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Der erste Fluggast ist an Bord und schon heben Beide wieder ab. Der Dunst hängt weiterhin über der Stadt und somit ist der kleine Flieger bald nicht mehr auszumachen am Himmel. In der Zwischenzeit unterhalte ich mich mit den beiden Herren, die am Boden mit mir auf die Rückkehr warten. Spontan geht das Thema in Richtung „dieser Fotodrohnen“ und wie übel das doch alles sei. Kaum mehr könne man sich mal in den Garten zum Sonnenbad legen denn überall tauchen diese Dinger auf. Außerdem sei es doch über alle Maßen gefährlich, wenn jeder in der Luft mit so einem Ding rumfliegen dürfe usw. usw. Im Gespräch merkte ich an, dass ich auch so ein „Problembürger“ bin, der mit solchem Teufelswerk den Luftraum nutzt. Wir konnten jedoch die Aggression etwas abmildern und uns im Gespräch darauf einigen, dass alles nicht so schlimm ist, wie es durch subjektive Wahrnehmung zunächst erscheint. Ganz nebenbei kam interessanterweise auch Bewunderung und Interesse für die Modellflieger auf, die gleich am Flugplatz ihre Modelle durch die Luft sausen ließen. Während der Unterhaltung verging die Zeit recht schnell und somit setzte Eberhard nun wieder zur Landung an. Der Passagierwechsel erfolgte und los ging es zur nächsten Runde.

Auf der Startbahn herrschte reger Betrieb. Ein Segelflugzeug nach dem Anderen wurde an der Winde empor gezogen, um dann ganz ohne Motorkraft weiter zu fliegen. Die Zeit während des zweiten Fluges von Eberhard nutzte ich dafür, mich einmal mit einem der Segelflieger etwas näher zum Vereinsleben zu unterhalten. Für mich als Nichtflieger kamen dabei viele interessante Informationen und Schilderungen zur Sprache. Eine normale Segelfliegerausbildung dauert im Übrigen ca. 3 Jahre und kostet dabei rund 2500 EUR zzgl. Flugkosten und Vereinsbeiträge. So verging auch die Wartezeit während der zweiten Runde recht schnell und es stand für mich der nächste Start an. Ich schwang mich samt Kamera und sonstigem Zeugs wieder in den Flugapparat und los ging es nun in Richtung Oberlausitz. Die Maschine hob wieder nach kurzem Anlauf ab und erneut drehten wir nach dem Start nach rechts weg. Die Sonne hatte nun in der Stadt schon etwas mehr vom Dunst vernichtet. Allerdings hielt sich die Situation leider in Richtung der Flugroute beharrlich im negativen Sinne. Wir steuerten direkt auf weitere trübe Suppe zu, die es nahezu unmöglich machte, ein eindrucksvolles Bild von der unter uns liegenden Landschaft zu fertigen. Die Stadt Dresden ließen wir also links liegen und überflogen unter anderem Dürrröhrsdorf-Dittersbach und Arnsdorf. Ein Abstecher nach Stolpen war ohne Sinn, also haben wir das gleich gelassen.

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Unsere Flugroute führte uns weiter in Richtung Oberlausitz. Am Horizont war schon nach wenigen Minuten Bischofswerde auszumachen. Auch hier gab es wegen der starken Eintrübung keinen Abstecher zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten. Außerdem hatten wir auch etwas Eile, da in Rothenburg bereits der Mechaniker wartete, um sich das Flugzeug zur technischen Überprüfung vorzunehmen, welche wohl einmal pro Jahr Pflicht ist. Kleines Highlight war für mich als alter Oberlausitzer dann der Überflug über Bautzen. Auch hier stand natürlich wieder die Anmeldung in der Kontrollzone des Flugplatzes an. Schließlich sollte man am Boden ungefähr wissen, was oben am Himmel so los ist. Alles, was ab Pirna kam, hatte ich noch nie von oben gesehen. Bautzen allerdings ist schon eine besondere Perle, hat doch die Stadt einiges zu erzählen und das schlägt sich eben auch in der Anordnung der Bebauung nieder. Besser war die Sicht noch immer nicht. Aber trotzdem hielt ich die Kamera mal wieder aus dem Fenster, um wenigstens eine kleinen Eindruck dessen festzuhalten, was man hätte einfangen können. Zum Abschied von Bautzen zeigte sich der Stausee der Spree noch eindrücklich, wie er sanft in der Landschaft liegt.

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Im letzten Abschnitt zwischen Bautzen und Rothenburg konnte man sich noch einen sehr schönen Eindruck von der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft verschaffen. Beinahe unzählige kleine und große Seen liegen umhüllt von Wald und Grasland im Blickfeld des Betrachters. Ganz klar, dass sich hier eine ganz besondere Flora und Fauna herausbilden konnte, seit in dieser Region der Schutz der Natur wieder im Vordergrund steht. Direkt angrenzend liegt der Bärwalder See. Ein gefluteter Tagebau, der nun Sachsens größter See ist und für Sportler und Erholungssuchende mittlerweile einiges zu bieten hat. Sozusagen direkt gegenüber liegt die Talsperre Quitzdorf. Sie wartet durch ihre natürlichen Ufer mit einem ganz anderen Erscheinungsbild auf, als der künstlich angelegte Bärwalder See. Vorbei an Niesky waren es nur noch wenige Kilometer bis zur dritten Landung am heutigen Tag. Und – ganz klar – auch in Rotheburg musste sich Eberhard wieder anmelden und sich zur Landung eine Bahn zuweisen lassen. Wir flogen entlang des Flugplatzes, machten einer Kehre nach rechts und der Pilot landete erneut sicher auf der Graspiste, welche in Rothenburg neben der großen Startbahn aus Asphalt extra für kleine Fluggeräte existiert.

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Nun rollten wir zum Hangar, in dem sich die kleine Flugzeugwerkstatt befindet. Es herrschte gerade etwas hektische Betriebsamkeit. Als wir landeten, zog der Mechaniker ein Segelflugzeug mit seiner Morane-Saulnier am Seil in den Himmel. Zudem wartete auch hier ein Fluggast auf seinen Flug und obendrein war da noch ein Flugschüler, der am heutigen Tag noch etwas lernen wollte. Alles kein Problem, nacheinander wurden alle entsprechend bedient. Der Segler war am Himmel, die Morane-Saulnier war geparkt, Eberhards Flieger zur Seite geschoben, andere Maschine aus dem Hangar geholt, gestartet, Fluggast rein, uns schnell noch gesagt, was wir vorbereiten können und wie lange es dauern wird, bis er wieder da ist und los ging es mit dem gebuchten Rundflug für den Fluggast. Wir stellten Eberhards Maschine wieder vor den Hangar und nahmen die Motorverkleidung ab. Außerdem waren noch einige schriftliche Vorbereitungen zu erledigen. Und so verging die Zeit recht schnell und der Rundflug war vorüber. Der ältere Herr mit dem Segelflugzeug hatte wieder aufgegeben, was bedeutete, dass das Schleppflugzeug für diesen Tag wieder weggesperrt werden konnte. Also, gesagt – getan…

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Nun konnte sich Heinz der Mechaniker der Überprüfung widmen. Sehr sorgfältig wurden alle entsprechenden Teile und Baugruppen überprüft. Dabei war es sehr interessant zu erleben, über welches Wissen der Mechaniker verfügte. Nebenbei gab es noch einige Geschichten aus dem Fliegeralltag und man tauschte sich zu den verschiedensten Dingen rund um das Fliegen aus. Dabei zuzuhören war einerseits sehr kurzweilig und andererseits machte es mich auch nicht dümmer.

Nach erfolgter Inspektion gab es noch schnell einen kleinen Imbiss in der Männerwirtschaft. Es folgte die Verabschiedung und schon begaben wir uns wieder zur Startbahn. Kurz vor uns startete ein weiterer Pilot mit der anderen Maschine zu einem Gastflug. Heinz zog sich schnell um und startete direkt nach uns mit seinem Flugschüler im Doppelpack auf einem Trike. Endlich war also auch er dran und kam noch zu seiner Lehrstunde. Das Fliegen war ihm schon recht vertraut, wie er mir erzählte. Das Landen allerdings hatte noch seine Tücken für Ihn. Hier hilft wohl nur üben, üben, üben. Wir hoben für heute zum dritten Mal ab. Dabei nutzten wir die Asphaltpiste und dieses Mal drehten wir direkt nach dem Start nach links ab. Wir nahmen Kurs in Richtung Boxberg. Vor dem Kraftwerk erstreckte sich ein Tagebauloch unter uns in der Landschaft. Obwohl der Tagebau nicht der Größte war, konnte man von hier oben sehr eindrucksvoll sehen, wie sich die Bergleute mit ihren Baggern durch die Natur fressen und welche Massen an Sand und Erdreich hier bewegt werden, um im Kraftwerk Strom zu erzeugen. Wir passierten das Kraftwerk Boxberg und überflogen den Bärwalder See, den wir schon beim Hinflug gesehen hatten. Unsere Flugroute ging jetzt auf direktem Wege zurück nach Großenhain. Das Wetter lud noch immer nicht zu besonderen Zielen ein, sodass wir die geplante Rücktour über das Zittauer Gebirge nicht antreten brauchten.

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Ein kleiner Augenschmaus ergab sich dann noch, als wir Schönfeld erreichten. Wenigstens hier konnte ich noch einen Schnappschuss vom Schloss aufnehmen. Leider versteckte es sich jedoch etwas hinter den Bäumen. Nun lagen die letzten Kilometer bis zur Landung vor uns. Nach wenigen Minuten erschien die große Landebahn vor uns. Wie ich an diesem Tag auch lernte, gibt es für jeden Flugplatz fest definierte Anflugvorgaben. Diese sollte der Pilot auch einhalten. Großenhain steuerten wir an diesem Tag im sogenannten Queranflug an. Dabei fliegt der Pilot zunächst seitlich versetzt zur Landebahn und dreht dann kurz vorher quer zur Bahn. Bei Erreichen der Landebahn in der Verlängerung dreht er wieder bei und bringt dann das Flugzeug zur Landung. In Großenhain landeten wir direkt auf der großen Asphaltbahn. Hier setzt der kleine Flieger nicht ganz so sanft auf, wie auf der Graspiste. Aber Eberhard hat auch diese Landung ganz hervorragend und komfortabel gemeistert. Nun stand noch der Rollweg bis zum Shelter vor uns, bevor der Motor nach einem erlebnisreichen Tag zur Ruhe kam. Zum Abschluss der Tagestour musste nun das Flugzeug noch etwas gepflegt und aufgetankt werden. Gefühlt hatten sich eine Million Tierchen an Rumpf, Scheibe und Tragflächen das Leben genommen. Wir putzten also noch fleißig, deckten die Flächen ab und stellten das Luftfahrzeug wieder in seinen Unterstand. Die Sonne bereitete nun schon ihren Abschied vom Tag vor. Der Flugplatzbetrieb für diesen Tag neigte sich dem Ende entgegen und wir fuhren mit dem Auto in Richtung Dresden vom Platz. Ein wirklich erlebnisreicher Tag ging für mich zu Ende.

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Ich hoffe, ich konnte euch durch meine Zeilen ein wenig teilhaben lassen an meinem Erlebnis. Eberhard Mittag bietet immer mal wieder die Möglichkeit, als Fluggast bei ihm ins Cockpit zu steigen. Wer sich dafür interessiert, der sollte jedoch keine Angst haben und sich von vorn herein klar darauf einstellen, dass ihn das Fliegen auch wirklich interessiert. Denn nur dann wird es ein tolles Erlebnis. Die Sicherheit ist im Übrigen auch ziemlich groß geschrieben. Da es sich bei einem Ultraleichtflugzeug um ein Sportgerät handelt, hat dieses für den Notfall einen Rettungsfallschirm montiert, der das gesamte Flugzeug sicher zur Erde bringen kann, falls es in großer Höhe zu einem Zwischenfall kommt, der die Maschine nicht mehr steuerbar macht.

Wer also Interesse hat, auch einmal mitzufliegen oder jemandem dieses Erlebnis verschaffen möchte, der erreicht Eberhard Mittag unter der Telefonnummer 0174 1746855 und kann sich direkt bei ihm nach den Möglichkeiten für einen Gästeflug erkundigen. Und wie im Beispiel zu Anfang meiner Schilderungen geht das natürlich auch mal ab Pirna oder eventuell auch ab einem anderen Flugplatz im Umfeld von Dresden.

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